Werden wir so Weltmeister?

Veröffentlicht am September 10, 2009
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“64, 74, 90, 2010…” sangen nach dem Sommermärchen 2006 die Sportfreunde Stiller. Und wir sind uns alle wohl einig darüber, dass wir bei der letzten WM sehr wohl mindestens Vize-Weltmeister werden können. Aber: hätte, könnte, würde – der Konjunktiv bringt uns nicht weiter.

Das gestrige Spiel gegen Aserbaidschan war ein deutliches Zeichen dafür, dass in der deutschen Nationalelf noch einiges im Argen liegt. Wenn man nach einem frühen Führungstreffer ein Spiel komplett aus der Hand gibt bis zur Halbzeitpause, muss man sich ziemlich sicher sein, dass der Gegner das nicht ausnutzen wird. Diesen Gefallen haben uns die Aserbaidschaner getan – aber können wir das auch von Russland erwarten? Wohl nicht. Auch auf den von Berti Vogts angesprochenen Respekt der Russen vor dem deutschen Fußball würde ich keinen Euro wetten, denn genau dieser Respekt könnte auch den Siegeswillen stärken. Die etwas arrogante Haltung von Löw “Wir müssen nicht gewinnen”, weil ja die Russen auf dem zweiten Platz der Tabelle sind, ist nicht angebracht. Kann ein Unentschieden das Ziel sein?

Trotz des 4:0 gestern Abend war dieses Spiel alles andere als befriedigend. Die erste Hälfte begann stark und ließ noch viel stärker nach. Gut, Michael Ballack durfte mal wieder ein Tor schießen, ein Foulelfmeter und der saß sicher im Netz. Aber dann wirkte die deutsche Nationalmannschaft abwesend, träge, passte müde von rechts nach links und wieder zurück, dem gegnerischen Tor bloß nicht zu nahe kommen, es könnte ja ein Tor fallen. Selbst Miroslav Klose sagte hinterher, dass sich wohl einige zu fein gewesen seien, Laufbereitschaft zu zeigen. Mein persönlicher Freund Mario Gomez zeigte einmal mehr, dass er in der Lage ist, einen Ball auch zwei Meter vor dem Tor noch daneben zu semmeln. Meiner Meinung nach sollte er aus dem Kader genommen werden, solche Aktionen können auf Dauer nicht gut gehen. Er hat sich jetzt oft genug beweisen dürfen und bisher drei Tore gemacht. Das ist keine Glanzleistung und kein Argument für eine Stammspielerschaft, im Gegenteil.

Im Gegensatz dazu zeigte der für Gomez eingewechselte Klose gestern einmal mehr, dass er es doch noch kann. Er ist immer noch torgefährlich, sucht bereitwillig den Ball und vor allem: er trifft. Gestern gleich zweimal. An Klose soweit nichts auszusetzen, er war mein persönliches Highlight. In der Kabine nach der ersten Hälfte hätte ich gern einmal Mäuschen gespielt, da muss Joachim Löw ziemlich gewettert haben, denn die DFB-Elf kam recht geläutert zurück auf den Platz. Mit Klose kam auch die Laufbereitschaft zurück, zeitweise bestimmte er das Spiel mehr als der Kapitän. Auch so eine Personalie, die einmal überdacht werden sollte. Bis auf des Elfmeter gestern und den Freistoß im Spiel gegen Österreich bei der EM ist mir von Ballack bisher nicht viel Positives aufgefallen. Ich finde sogar, dass er mit seinem Willen, auch von der Mittellinie noch aufs Tor zu ballern (Achtung, Wortspiel! :D ), schon viele gute Aktionen unterbrochen oder verhindert hat, die letztlich wirklich zu einem Tor hätten führen können.

Insgesamt war das Spiel gestern langatmig und über lange Strecken auch langweilig. Ob die drei Tore in der zweiten Hälfte auch gefallen wären, wenn Aserbaidschans Kapitän Abbasov nicht gelb-rot vom Platz gegangen wäre, darf bezweifelt werden. Bis zum 10. Oktober ist noch ein Monat Zeit. Und den sollte Jogi Löw nutzen, denn in Moskau spielt man auf Kunstrasen, das hat schon den Engländern das Genick gebrochen. Zudem sollte man die Russen nicht unterschätzen. Der Bär scheint ruhig, doch er kann grausam sein.

Enke raus, Adler drinnen

Veröffentlicht am September 9, 2009
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Robert Enke wird nicht im Tor stehen beim heutigen Spiel gegen Aserbaidschan. An seiner Stelle wird wie auch im Spiel gegen Südafrika René Adler das deutsche Tor bewachen. Enke leidet an einem Infekt, Genaueres ist bisher nicht bekannt. Nur soviel weiß man inzwischen: Die Schweinegrippe ist es nicht. Enke selbst ist nach eigenen Aussagen “maßlos enttäuscht”.

Abgesehen von Enke sind aber alle Stammspieler fit und gesund. Nationaltrainer Joachim Löw kann also heute abend aus dem Vollen schöpfen. Die Taktik wollte er jedoch bisher nicht verraten. Es darf aber vermutet werden, dass die DFB-Auswahl in 4-3-3-Aufstellung antreten wird. Der Einsatz von Mesut Özil dürfte ebenfalls als gesetzt gelten. Wer nun letztlich auflaufen wird, sehen wir heute abend.

WM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Aserbaidschan um 20:45 Uhr im ZDF und auf Twitter bei uns.

Nationalelf: Quartier in Südafrika ist gebucht

Veröffentlicht am September 9, 2009
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Ist das nun reiner Optimismus oder realistisch? Das Quartier der deutschen Nationalmannschaft für die Fußball-WM in Südafrika ist gebucht. Das Hotel ist ein Fünf-Sterne-Luxushotel mit dem klingenden Namen “Velmore Grande” und befindet sich rund 50 Kilometer von Johannesburg entfernt.

Momentan ist Deutschland auf Platz 1 der Gruppentabelle, doch das Ticket für die WM ist noch nicht endgültig gelöst. Zuerst müssen wir an Russland vorbei.

Heute abend allerdings geht es erst einmal gegen Aserbaidschan. Ab 20:45 Uhr im ZDF und bei Twitter auf unserem Account. Also: folgt uns!

Neues aus den anderen Lagern

Veröffentlicht am September 7, 2009
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Uns interessieren natürlich nicht nur die neuesten Neuigkeiten aus dem eigenen Lager, auch der Klatsch und Tratsch aus den gegnerischen Lagern ist interessant.

Frankreich:

Der Einsatz von Bayernspieler Franck Ribéry am Mittwoch gegen Serbien ist fragwürdig. Er zog sich beim Spiel gegen Rumänien am vergangenen Samstag (1:1) eine Wadenverletzung zu, die ihn nun lahmzulegen droht. Ebenfalls auf der Kippe steht der Einsatz von Julien Escude, der gegen Rumänien den zweiten Treffer erzielte – allerdings ins eigene Tor.

Darüber hinaus gibt es offenbar innerhalb der Nationalmannschaft immer mehr Unzufriedenheit mit den Trainingsmethoden des Nationaltrainers Raymond Domenech. Thierry Henry warf ihm Konzeptlosigkeit und langweilige Trainings vor, ebenso wie fehlende Taktik.

Aserbaidschan:

Berti Vogts überlegt ernsthaft, sein Trainermandat an den Nagel zu hängen. Sein Vertrag läuft aus und der Druck im Land auf den Trainer ist groß. Zwar hätte die Nationalelf von Aserbaidschan unter Vogts große Fortschritte machen können, sagte Verbandschef Rownag Abdullahjew. Aber nur knapp verloren statt knapp gewonnen scheint den Fans nicht zu reichen. Verständlich, irgendwie. Und Vogts kennt diese Situation aus Deutschland ja bereits…

Argentinien:

Hier steht der Nationaltrainer Diego Maradona heftig unter Beschuss, nachdem im Spiel gegen Brasilien Argentinien mit einem deutlichen 1:3 unterlag.

Portugal:

Kann eine Mannschaft verlieren, die mit Cristiano Ronaldo spielt? Ja. Und sie tut es immer wieder. Zuletzt gegen Dänemark, was dazu führte, dass der Topfavorit nun um sein WM-Ticket bangen muss. Und in seiner Gruppe nur den 4. Platz belegt. Gut spielen können reicht eben im Teamsport nicht, man muss auch mit anderen zusammen spielen können, Herr Ronaldo!

WM-Quali gegen Aserbaidschan mit Gomez?

Veröffentlicht am September 7, 2009
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Der Torschütze des Freundschaftsspiels gegen Südafrika, Mario Gomez, hat Probleme mit seinem Knie. Noch steht nicht hundertprozentig fest, ob er am Mittwoch gegen Aserbaidschan auflaufen können wird. Doch die Chancen stehen nicht schlecht.

Nun könnte man fragen: Warum sollte er? Auch im Spiel gegen Südafrika hatte Gomez wieder mit zahlreichen verschenkten Gelegenheiten geglänzt und auch das Tor war eher Glück denn Plan. Andererseits kann man Löw verstehen, denn auf Bundesliga-Ebene ist Gomez ohne Zweifel einer der besten Stürmer. Und es ist anzunehmen, dass auch auf Länderspiel-Ebene irgendwann der Knoten platzen wird. Die Frage ist nur: wann? In bisher 27 Spielen mit der Nationalmannschaft konnte Gomez nur drei Tore erzielen.

Am Mittwoch wird Mario Gomez wahrscheinlich eine neue Chance bekommen, denn die Ärzte gabe Entwarnung, nachdem er am Sonntag beim Training über Schmerzen im Knie geklagt hatte. Ebenfalls in der Startelf zu erwarten sein wird Mesut Özil von Werder Bremen. Er bewies im letzten Spiel erneut seine Klasse und erzielte das zweite Tor für Deutschland.

WM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Aserbaidschan am Mittwoch ab 20:45 Uhr im ZDF

Ghana ist für die WM qualifiziert

Veröffentlicht am September 7, 2009
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Nachdem es 2006 nicht geklappt hat mit dem WM-Titel, bekommt Ghana im kommenden Jahr eine neue Chance. Denn gestern konnte sich das afrikanische Land als eindeutiger Gruppensieger der Gruppe D vorzeitig für die WM qualifizieren. Gegner war der Sudan und das Ergebnis fiel deutlich aus: 2:0. Damit steht Ghana als achter Teilnehmer fest.

Die Nationalmannschaft von Ghana, die “Black Stars”, konnte bereits viermal die Afrika-Meisterschaften für sich entscheiden. In der Gruppe D der WM-Qualifikation blieben sie ohne jedes Gegentor, teilten dafür aber ordentlich aus. Gestern kamen die Treffer von Sulley Muntari von Inter Mailand sowie Michael Essien vom FC Chelsea.

Ebenfalls bereits qualifiziert sind: Brasilien, Nord- und Südkorea, Holland, Australien, Japan und der Gastgeber Südafrika.

Klinsmann kommt nicht zurück

Veröffentlicht am September 2, 2009
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Braucht Joachim Löw einen Berater? Nein. Nicht einmal, wenn der Jürgen Klinsmann hieße. Denn: Löw war in den Jahren 2004 bis 2006 ein sehr gelehriger Schüler und hat den Weg, den Klinsmann mit der Nationalmannschaft gegangen ist, konsequent fortgesetzt.

Auch Theo Zwanziger, der Chef des Deutschen Fußballbundes (DFB), schließt eine Rückkehr Klinsmanns in die Beschäftigung des DFB aus. Zwar sei Klinsmann ein geschätzter Berater und seine Meinung immer gern gehört, aber eine offizielle Funktion sei für ihn derzeit nicht vorgesehen.

Noch befindet sich die Nationalmannschaft in der estphase, der Bundestrainer versucht sich an neuen Zusammensetzungen und mit neuen Spielern. Etwas kritisch ist die “South-Connection” zu sehen, die sich langsam einschleift. Mittlerweile spielen fast nur noch Spieler von Clubs, die im Süden Deutschlands liegen. Abgesehen von Mesut Özil haben Spieler von beispielsweise Werder Bremen kaum noch Chancen auf eine Stamm-Nominierung. Torsten Frings und Tim Wiese wurden für die kommenden Spiele nicht nominiert, Tim Borowski und Per Mertesacker stehen immer auf der Kippe. Hingegen setzt Löw auf Spieler vom FC Bayern München. Und dabei ärgerlicherweise immer noch auf Mario Gomez, der bis auf zwei Tore gegen Saudiarabien keine nennenswerten Leistungen vorzuweisen hat. Im Gegenteil glänzte er bisher mit Dutzenden verpatzten Chancen. Für die Fußball-WM 2010 in Südafrika sollte dieser Platz noch einmal überdacht werden.

Robert Enke im Tor gegen Aserbaidschan

Veröffentlicht am August 11, 2009
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Das morgige WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan ist ein Spiel, in dem sich das alte und neue System der deutschen Nationalmannschaft treffen werden. Denn schließlich ist der Trainer von Aserbaidschan niemand Geringerer als Ex-Nationaltrainer Berti Vogts. Morgen abend wird sich zeigen, ob er an seiner neuen Wirkungsstätte erfolgreicher ist, als er es in Deutschland war.

Denn die deutsche Nationalmannschaft hat sich weiterentwickelt, mit den Methoden, die Klinsmann eingeführt hat und die der ehemalige Co-Trainer und jetzt Bundestrainer Joachim Löw nun weiterführt, bisher sehr erfolgreich. Immerhin reichte es für einen Vize-Europameister. Im nächsten Jahr wollen die Deutschen von der Fußball-WM 2010 in Südafrika nicht mehr als “Weltmeister der Herzen” nach Hause kommen, wir wollen gewinnen!

Die Aufstellung für das morgige Spiel steht im Großen und Ganzen fest, im Tor wird Robert Enke stehen. Ebenfalls fest stehen die neuen Teamkollegen beim FC Bayern München, Miroslav Klose und Mario Gomez im Sturm. Im Mittelfeld wird Mannschaftskapitän Michael Ballak seine übliche Position übernehmen, allerdings ohne Torsten Frings an seiner Seite, der nicht nominiert ist.

Ballack fordert von seiner Mannschaft nicht weniger als einen klaren Sieg. Denn in der Gruppe 4 gibt es mit Russland einen nicht zu unterschätzenden Rivalen. Wenn der Gruppensieg das Ziel ist, dürfen in der Qualifikation nun keine Fehler mehr passieren. Gleichzeitig ist sich der Kapitän bewusst, dass ein Qualifikationsspiel, dass so früh am Beginn der Saison stattfindet, eher ungünstige Vorzeichen birgt. Umso wichtiger ist es für alle, konzentriert und engagiert zu spielen.

Das Spiel findet morgen ab 18.00 Uhr in Baku statt. Für die, die es nicht sehen können: wir werden natürlich per Twitter über die aktuellen Ereignisse berichten. Wer uns folgt, ist informiert!

Coole Accessoires für die WM

Veröffentlicht am August 7, 2009
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Auch, wenn es erst im nächsten Jahr am 9. Juni den ersten Anpfiff gibt: die ersten Accessoires kann man nie früh genug haben. Der Shoppingblog von T-Online hat einige schöne Dinge zusammengetragen, die schon jetzt für jeden Fußballfan ein Muss sind. Wir finden besonders den Strandstuhl sehr schön, aber auch der Ledersitzball hat Rückenfreundlichkeit mit zeitloser Eleganz verbunden. Das Wunder von Bern lässt grüßen!

WM 2010: Der Spielplan steht

Veröffentlicht am Juli 16, 2009
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Auch, wenn knapp elf Monate vor Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika noch nicht alle Stadien fertig sind und auch noch einige Sicherheitsfragen ungeklärt bleiben:

Der Spielplan steht schon! Die Auslosung der einzelnen Gruppen erfolgt im Dezember. Bis dahin bleibt es spannend und wir müssen uns auf den WM Spielplan gedulden. Warten wir also ab, ob wir im nächsten Jahr wieder vergleichsweise leichte Gegner in der Gruppenphase bekommen oder ob wir vielleicht schon dort gegen Italien spielen müssen? Denn der aktuelle Weltmeister war es schließlich 2006, der uns den Einzug ins Finale vermasselte.

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